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04. Februar 2012
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Kühles Hochdruckwetter bis zur Wochenmitte

Offenbach. Hoch "Bertram" hat seinen Schwerpunkt am heutigen Sonntag nach Mitteleuropa verlagert und weicht erst einmal nicht von der Stelle. Kreisförmig um ihn herum tummeln sich Tiefdruckgebiete, die ihm zunächst aber nichts anhaben können. Bis mindestens Mittwoch verbleiben wir unter seinem Einfluss.

Am heutigen Sonntag fließt damit auch weiterhin kalte Luft aus nördlichen Breiten zu uns. Dazu zeigt sich - wenn nicht noch anfänglicher Nebel stört -  immer häufiger die Sonne. Schneefälle sind höchstens noch im Südosten in allenfalls homöopathischen Dosen zu finden. Bei einem Sonntagssparziergang an der frischen Luft sollte mal wieder an Schal, Mütze und Handschuhe gedacht werden. Mit Höchstwerten von 0 bis 5 Grad wird es nämlich nicht all zu warm. Nachts ist dann überall Frost angesagt, im Süden über Schneeflächen kann die Temperatur in ungeahnte Tiefen abrauschen. So sind die heute Morgen gemessenen -18,7 Grad in Oberstdorf lokal erneut möglich.

Am Montag und Dienstag stellt sich eine Mischung aus Nebel, Hochnebel und Sonnenschein bei wenig geänderten Temperaturen ein. Im Osten ändert sich aber doch was: Dort nimmt die Bewölkung zu und es kann leichten Regen oder leichten Schneefall geben. Größere Niederschlagsmengen werden aber nicht erwartet. Sollten mal 1 bis 2 mm Regen bzw. 1 bis 2 cm Schnee zusammen kommen, ist das schon viel.

Am Mittwoch schickt sich ein Tief über Island an, unserem Hoch "Bertram" die Luft abzugraben. Die Ausläufer des Tiefs erreichen im Tagesverlauf Deutschland. Bei der jetzt avisierten Ankunftszeit am Nachmittag fällt in den Niederungen Regen, in den Bergen Schnee. Sollte die Ankunftszeit sich aber noch nach hinten verlagern, wie in solchen Fällen nicht unüblich, wird Schnee und gefrierender Regen auch im Flachland eine Option. Entsprechend könnte sich eine gefährliche Glättelage einstellen.

Anschließend steht bis zum Wochenende wieder wechselhafteres und etwas milderes Wetter auf dem Programm. Schneeflocken und -decken beschränken sich damit wieder mal auf die Mittelgebirgslagen, eigentlich ja schon typisch für diesen Winter.

Ob dieser "typische" deutsche Winter über das kommende Wochenende hinaus dann vielleicht mal untypisch wird, also mit Kälte und Schnee bis in tiefere Lagen auftrumpft, scheint derzeit zwar möglich, steht genauso aber auch noch in den Sternen.

Das erklärt Dipl.-Met. Simon Trippler von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage. (Deutscher Wetterdienst)