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Brüder-Grimm-Kulturzentrum ins Neustädter Rathaus |
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Montag, 23. Mai 2005 |
Die Köpfe rauchen im Hanauer Rathaus Es hat schon etwas von einer Sensation. Die Stadt Hanau will aus dem Neustädter Rathaus ein Brüder-Grimm-Kulturzentrum machen. Bei einer Pressekonferenz heute mittag stellte die Stadt den Stand der Diskussion zu diesem Projekt vor. Oberbürgermeister Kaminsky sprach von einem bedeutenden und richtungsweisenden Vorhaben. Dem kann man nur zustimmen. Es soll nämlich nichts anderes geschehen als das historische Rathaus aus dem politischen Geschehen herauszunehmen und zu einer für Hanaus Bürger und für Touristen interessanten Kulturstätte umzuwandeln. |
In Hanau wird seit Jahren eine Diskussion zur Frage der Behandlung des kulturellen Erbes der Brüder Grimm geführt. Auch aus der Bürgerschaft kamen immer wieder Hinweise sich dieses Themas ernsthaft anzunehmen. Hanauonline hat auch in einem Beitrag über das Geburtshaus der Brüder Grimm das mangelnde Engagement der Stadt kritisiert. Und nun kommt es knüppeldick. Anlaß ist unter anderem auch eine anstehende Sanierung des Neustädter Rathauses. |  | Kern der Idee eines Brüder-Grimm-Kulturzentrums ist ein Ausstellungshaus mit festen und wechselnden Ausstellungen. Es soll Rahmen und Plattform für Aktivitäten rund um die Brüder Grimm sein (z.B. Verleihung des Brüder-Grimm- Preises). Man stellt sich auch eine "Denkfabrik" zum Thema Brüder Grimm vor. Nicht zuletzt sollen auch Kinder als Zielgruppe angesprochen werden. Das Haus wird mit dem Brüder-Grimm-Museum in Kassel und dem Brüder-Grimm-Haus in Steinau sowie anderen Institutionen und Bibliotheken kooperieren. Das Kasseler Brüder-Grimm-Museum bietet sich mit der grössten Sammlung zum Leben und Werk der Brüder Grimms an. In Hanau soll das ganze künstlerische, literarische, wissenschaftliche, politische und gesellschaftliche Erbe der Brüder Grimm kommuniziert und gepflegt werden.
|  | Das Ambiente des Neustädter Rathauses mit dem Nationaldenkmal der Brüder Grimm ist nach Auffassung aller der geeignete Ort. (Man sieht die japanische Kopie dieses Ensembles als ganz hervorragende Werbung). Der Leiter des Brüder-Grimm-Museums in Kassel, Dr. Bernhard Lauer (Bild), verdeutlichte die Möglichkeiten einer Achse Hanau - Steinau - Kassel. Der CDU-Landtags- abgeordnete Aloys Lenz entwickelte die Idee, die Brüder Grimm für ganz Hessen als Identitfikationsfiguren zu sehen. Schliesslich sind Frankfurt und Marburg weitere wichtige Schaffensorte der beiden Brüder Grimm.
Auch von Seiten der City-Werbung und des Einzelhandelsverbandes kamen nur zustimmende Worte. Der ehemalige Kulturdezernent Remer nannte es "eine grosse Chance für Hanau". Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hanau, Alfred Merz, wunderte sich, dass man darauf nicht früher gekommen sei und sprach von einer spürbaren Aufbruchstimmung in Hanau. Nun soll bis zum September eine Machbarkeitsstudie erstellt und danach das weitere Vorgehen entschieden werden. Bleibt nur zu hoffen, das sich auch die notwendigen Finanzen für dieses ehrgeizige und lohnende Projekt finden lassen. |
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