Planung des Grimm-Kulturzentrums geht voran Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. August 2006
Hanau - Der nächste Schritt auf dem Weg zum Brüder-Grimm-Kulturzentrum in Hanau steht bevor. Einem Magistratsbeschluss entsprechend findet in der kommenden Woche eine Fachexkursion nach Hamburg, Bremen und Bremerhaven mit sachkundigen Bürgern, Verbandsvertretern und politischen Verantwortungsträgern aus Hanau statt. Die Delegation dient nach den Worten von Oberbürgermeister Claus Kaminsky als offizielle Kommission, um eine "Empfehlung für die konzeptionelle Grundausrichtung eines Brüder-Grimm-Kulturzentrums in Hanau" abzugeben.

Ziele der Reise sind das "Dungeon" in Hamburg, das "Universum Science Center" in Bremen und das "Deutsche Auswandererhaus" in Bremerhaven. Das "Dungeon" arbeitet unter anderem mit Schauspieler-Shows und Spezialeffekten, um Geschichten aus Hamburgs Stadthistorie nahe zu bringen. Das Universum macht die Wunder der Wissenschaft mit interaktiven Ausstellungsstücken erlebbar. Das Auswandererhaus versteht sich als wissenschaftlich fundiertes Erlebnismuseum, in dem die Stationen einer Auswanderung nachempfunden werden können. Die drei neuen Häuser gelten als gut angenommene, unterschiedlich finanzierte und von verschiedenartigen Trägern geführte Kulturinstitutionen.

Die Exkursion begleitet ein Fachmann der Freizeit- und Tourismusberatung GmbH, die im Auftrag der Stadt Hanau bereits ein Kurzkonzept für das Brüder-Grimm-Kulturzentrum vorgelegt hat. Danach soll das für die Brüder-Grimm-Stadt bis zum Ende dieses Jahrzehnts geplante Masterprojekt vor allem ein Touristenmagnet sein, das kulturelle Erbe von Jacob, Wilhelm und Ludwig Emil Grimm profilieren helfen, Arbeitsplätze schaffen, den Einzelhandel beleben und die Brüder-Grimm-Stadt insgesamt aufwerten.

Die Delegation soll nach der Exkursion der Stadtverordnetenversammlung eine möglichst einhellige Empfehlung geben, welchen Typ Kulturzentrum sie bevorzugt. Spätestens im Frühjahr 2007 soll das Stadtparlament entscheiden. Dazu gehören auch Betriebsstruktur, Finanzierung und Standortentscheidung für das Brüder-Grimm-Kulturzentrum. "Am Anfang müssen wir aber wissen, welchen inhaltlichen Charakter unser neues Schmuckstück haben soll", gibt OB Kaminsky als Leitlinie aus. "Dafür versprechen wir uns von der Exkursion wertvolle Aufschlüsse". (PSHU)

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