Neues vom Brüder-Grimm Kulturzentrum Drucken E-Mail
Donnerstag, 21. September 2006

DAH-Haus-470
Bekommt Hanau bald auch so ein attraktives Gebäude als Brüder-Grimm-Kulturzentrum?

Hanau - Oberbürgermeister Kaminsky stellte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz den Diskussionsstand um das geplante Brüder-Grimm-Kulturzentrum vor. Nachdem er im Mai des vergangenen Jahres den "Stein ins Wasser geworfen hatte" soll es nun in zügigen Schritten weitergehen. Kürzlich besuchte eine Delegation der Stadt Hanau in Norddeutschland drei verschiedene Einrichtungen (wir berichteten). Die dort gewonnenen Eindrücke wurde am Montag in einem Nachbereitungsworkshop beraten. Nun sei es Zeit, so der OB, die Dinge konkret werden zu lassen.

Als wichtigeste Ziele haben sich am Montagabend herauskristallisiert: 1. das geplante Brüder-Grimm-Kuturzentrum soll zur kulturellen und touristischen Profilierung Hanaus beitragen (Aussenwirkung) und 2. identitätsstiftend in Hanau wirken (Innenwirkung). Kaminsky möchte jetzt eine Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung erarbeiten lassen und bei allen Parteien für eine breite Zustimmung werben. Das Projekt soll weitgehend einstimmig beschlossen werden.

Besonders beeindruckt hat OB Kaminsky das Bremerhavener Auswandererhaus. Es sei nicht nur ein inzwischen äussert erfolgreiches Ausstellungsgebäude sondern auch zur Seele der Stadt geworden. So etwas in Hanau mit dem Thema "Brüder-Grimm" zu verbinden biete sich an. Für die Realisierung ist eine jährliche Besucherzahl von 150000 - 200000 geplant. Ein konkreter Standort liegt noch nicht fest. Es könne noch überall hin, es könne in eine historisches Gebäude, es können eine Abriss-Neubau-Siotuation geben aber auch ein Neubau auf einem freien Standort. Dies ergäbe sich au8s der zu wirklichenden Konzeption und den örtlichen Gegebenheiten. Der Besucherverkehr und andere Infrastrukturen müssen auch abgewickelt werden.

In den Jahren 2007/2008 sollen zunächst ca. 200000 - 300000 Euro bereitgestellt werden um eine seriöse Machbarkeitsstudie  erarbeiten zu lassen. Es sei auch denkbar die Einrichtung von einem externen Betreiber bewirtschaften zu lassen. Ausschreibungen zu Konzeption und Machbarkeit sollen dazu Lösungen finden. Spätestens 2010 / 2011 soll das Brüder-Grimm-Kulturzentrum seine Türen öffnen.

Zentrale Prämissen für das geplante Kulturzentrum sind Kostendeckung des Betriebs (das Gebäude müsste von der Stadt erstellt werden). Eine anschauliche und erlebnisreiche Vermittlung der Themen. Die Zielgruppenansprache soll breit, auch international, erfolgen. Das Gebäude soll zudem selbst zusätzliche Anziehungskraft ausstrahlen. Das Zentrum soll regelmässige Besuchsanlässe bieten wie Wechselausstellungen, Veranstaltungen und eine permanente Reattrativierung der Dauerpräsentation. Auch Tagungen sind dort angedacht.

Info:
Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven
Inbetriebnahme 2005
235000 Besucher in den ersten 12 Monaten
3 - 4 Stunden durchschnittliche Aufenthaltsdauer
Grosser Einzugsbereich, 50% der Besucher kommen von weiter als 100 km Entfernung
28% der Besucher zum 1. Mal in Bremerhaven
viel ältere Besucher, Seniorengruppen
aufwendiges Schulprogramm (10% Schulklassen)

http://www.dah-bremerhaven.de/german/hauptseite.html

 
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