Aloys Lenz besucht Finanzamt Hanau
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- Dienstag, 14. Februar 2012 10:33
- Kategorie: Politik
Neue Telefonservicestelle beantwortet zuverlässig Fragen der Steuerbürger
Hanau. Zu einem Informationsbesuch kam der CDU-Landtagsabgeordnete Aloys Lenz in die neuen Räumlichkeiten des Finanzamts Hanau in das alte Degussa-Gebäude in der Willy-Brandt-Straße. Lenz wollte mit dem Leiter des Finanzamts, Norbert Stiller, sowie seinem Stellvertreter, Peter Reuter, über aktuelle Entwicklungen sprechen und sich über die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser zentralen Landesbehörde erkundigen.
Wie Lenz erfahren konnte, sei die Stimmung trotz eines zeit- und organisationsintensiven Umzugs des Finanzamts im Sommer des zurückliegenden Jahres weitgehend zufriedenstellend. Man habe sich in den provisorischen Räumlichkeiten mittlerweile eingelebt und gehe konzentriert der Arbeit nach. Zwar komme es bedingt durch den umfassenden Umzug, die zeitgleiche Umstellung auf eine bundeseinheitliche Bearbeitungs-Software und den mit der Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte verbundenen Besucheransturm noch zu einigen Verzögerungen bei der Bearbeitungsdauer, man sei jedoch sehr zuversichtlich, dies zeitnah wieder einholen zu können, berichtet Amtsleiter Stiller dem Landtagsabgeordneten. Das Personal habe den aufwendigen Umzug in die neuen Räumlichkeiten mit großem Engagement mitgetragen und freue sich auf die Rückkehr in das mit hohem finanziellen Aufwand zu sanierende Stammgebäude am Freiheitsplatz. Erfreut zeigte sich Lenz von der Nachricht, dass die Behörde mit den Rahmenbedingungen der provisorischen Unterbringung im Großen und Ganzen zufrieden ist.
Wie Stiller berichtete, arbeiten am Standort Hanau insgesamt 275 Personen. 70% seien davon Frauen, 43% der Belegschaft seien in Teilzeit angestellt. Wie Stiller unterstrich, sei das Finanzamt, das für die Stadt Hanau und einen Teil des Main-Kinzig-Kreises zuständig ist, ein sehr sozialer Arbeitgeber, der auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgsam achte. Mit 43 Jahren sei das durchschnittliche Alter der Belegschaft zudem relativ niedrig.
Einen persönlichen Eindruck konnte sich Lenz von der kürzlich eingerichteten Telefonservicestelle, bei der Anrufer konkrete, auf ihre persönliche Situation bezogene Fragen direkt beantwortet bekommen, machen. Wie Stiller unterstrich, sei die Servicestelle ein großer Erfolg. Allein 8000 Anrufe habe man im zurückliegenden Monat erhalten. 95% der Fragen konnten direkt am Telefon beantwortet werden. Dies sei ein zentraler Beitrag zur bürgernahen Betreuung der Steuerbürgerinnen und -bürger. Wie Lenz berichtete, seien im vergangenen Jahr landesweit über eine Million Anrufe bei den Servicestellen eingegangen. Die Landesregierung plane daher die befristete Einrichtung von hessenweit weiteren 100 Arbeitsplätzen im Zu-sammenhang mit der Einführung der elektrischen Lohnsteuerkarte.
Seit einigen Jahren bestehe auch die Möglichkeit, Steuererklärungen elektronisch zu erstellen und dem Finanzamt zukommen zu lassen (www.Elster.de). Selbstverständlich könne eine Steuererklärung aber weiterhin auch in Papierform abgegeben werden. Die Bearbeitung der elektronischen Steuererklärung gehe jedoch in der Regel schneller.
Lenz diskutierte mit Stiller und Reuter zudem verschiedene Fragen der Steuergerechtigkeit. Die Vertreter des Finanzamts betonten, dass sie die Herstellung von Steuergerechtigkeit als einen zentralen Bestandteil ihrer Arbeit ansehen. Deshalb sei es wichtig, sich für die Prüfungen von Steuererklärungen Zeit zu nehmen. Das gleiche gelte selbstverständlich auch für die Betriebsprüfungen. Verlassen könne sich der Behördenleiter dabei auf die großen Erfahrungen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen Ungereimtheiten in der Regel sehr schnell auffallen. Lenz lobte die hohe Fachkompetenz der Angestellten und Beamten der Behörde. Es sei wichtig, die Einhaltung der Spielregeln für alle gleichermaßen durchzusetzen. Das Beispiel Griechenland zeige deutlich, was passiert, wenn dieser Pflicht nicht nachgekommen werde, betonte der Landtagsabgeordnete. (Büro Lenz, MdL)


