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17. Mai 2012
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Positive Halbzeitbilanz der Modellregion Integration

Aloys Lenz: „Intensive Bemühungen in Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis“
Main-Kinzig-Kreis. Von einer positiven Zwischenbilanz der Hessischen Landesregierung zur Halbzeit des Projekts „Modellregion Integration“ berichtet der Landtagsabgeordnete Aloys Lenz aus Wiesbaden. „Die Modellregionen Integration sind landesweit erfolgreich. Nach zwei Jahren Arbeit hat sich gezeigt, dass die Integration von Migranten in Hessen vor Ort erfolgreich vorangebracht werden kann. Die teilnehmenden Kommunen haben vorbildliche Arbeit geleistet“, unterstreicht Lenz die Bemühungen des Hessischen Integrationsministers Jörg-Uwe Hahn und der teilnehmenden Modellregionen. Ziel sei es, dass Zuwanderer und Menschen mit Migrationshintergrund nicht mehr als geduldete Gäste auf Zeit wahrgenommen werden, sondern als gleichberechtigte „Landeskinder“. „Sie sollen Hessen als ihre neue Heimat begreifen“, so Lenz.

Zu Beginn der Legislaturperiode hatte Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn im Jahre 2009 Modellregionen ausgewiesen, in denen neue Formen der Integrationspolitik erprobt, Leuchtturm-Projekte auf ihre Alltagstauglichkeit getestet und neue Impulse gesetzt werden. Wie Lenz erinnert, sei auch der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau eine der wenigen landesweiten Modellregionen. Ausgewählt wurden damals vier Städte und zwei Landkreise aus insgesamt siebzehn Bewerbungen. Der Main-Kinzig-Kreis habe in den zurückliegenden Mona-ten erhebliche Aktivitäten entfaltet, so Lenz, die zu 50 % vom Land Hessen finanziert werden.

Der Kreis und die Stadt Hanau schufen mit dem Projekt „Internetwegweiser - Integrationsatlas“ eine Bestandsaufnahme aller Integrationsprojekte und Akteure. Dieser Wegweiser wird regelmäßig aktualisiert und dient sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch den Aktiven als erste Informationsquelle für den gesamten Main-Kinzig-Kreis und für die Stadt Hanau. Auf diese Weise werden die gebündelten Angebote verstärkt wahrgenommen, berichtet Lenz. Zudem habe der Kreis hat sein Integrationsbüro im November 2010 offiziell eröffnet. Beteiligt seien unter anderem Mitarbeiter der Ausländerbehörde und des Sozialamts. Dadurch entstehe ein intensiveres Zusammenarbeiten zwischen den Ämtern bei integrationspolitischen Fragestellungen.

In Maintal haben Integrationsbeauftragte den Zugang von Menschen mit Migrationshintergrund in traditionelle Vereine unterstützt. Neue Ansprachewege wurden gefunden, persönliche Kontakte hergestellt und gemeinsame Projekte angeschoben.

In der Integrationspolitik habe die Hessische Landesregierung im Jahre 2009 die Weichen neu gestellt. Integration werde seitdem als Querschnittsaufgabe begriffen und im neuen Integrationsministerium gebündelt: „Ziel ist das Entstehen einer Integrationspolitik aus einem Guss. Konkret werden die Herausforderungen einer koordinierten Integrationspolitik aber erst im Zusammenleben vor Ort“, so Lenz. Ein wichtiger Eckpfeiler sei die Beachtung unserer Rechtsordnung. „Wer hier lebt, kann alle Freiheiten des Grundgesetzes in Anspruch nehmen, er kann auch gemäß seiner Religion leben, so muss er auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau anerkennen“, so der Landtagsabgeordnete. Vor allem Familien und junge Frauen werden als Zielgruppe angesprochen.

Der Aufbau einer zukunftsgerichteten Integrationspolitik sei ein großes und langwieriges Projekt. Mit den kommunalen Partnern vor Ort hat das Land gezeigt, dass dies erfolgreich angepackt werden kann. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit und jährlichen ‚Zukunftskonferenzen‘ biete das Integrationsministerium anderen Kommunen die Möglichkeit, von den erreichten Standards zu profitieren, so Lenz abschließend. „Hessen ist auf dem Weg, ein Musterland der Integration zu werden und Hanau kann ein Beispiel werden für eine offene, multikulturelle Stadt.“ (Büro Lenz, MdL)

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