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17. Mai 2012
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Länder- und kreisübergreifend gegen Fluglärm

fluglaerm-mohr-pshu-300Hanau. Länder- und kreisübergreifend gegen den Fluglärm zu kämpfen, das haben der Main-Kinzig-Kreis und der Landkreis Aschaffenburg sowie die Kommunen aus dem Main-Kinzig-Kreis bei einem Treffen im  Hanauer Rathaus bekundet. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky  beschrieb als Gastgeber  das gemeinsame Ziel:  "Östlich von Frankfurt besteht eine weitgehende Interessenidentität, wonach  steigende Anflughöhen vor dem Landen der Flugzeuge in Frankfurt für die Menschen hier weniger Lärm bedeuten würde." Diese Position - mit positiven Auswirkungen auch für Mainz und angrenzende Gebiete - wollen die Kreise und Kommunen bei der aktuellen Sitzung der Fluglärm-Kommission ebenso betonen wie das Ziel, mit dem kontinuierlichen Sinkflug als Anflugalternative keine anderer Kreise und Kommunen mit mehr Fluglärm zu belasten.
In dieser Haltung bestärkte Luftfahrt-Experte Michael Morr bei dem Treffen in Hanau Dr. Ulrich Reuter, Landrat des Kreises Aschaffenburg, ebenso wie den Main-Kinzig-Kreisbeigeordneten Dr. André Kavai, Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna und Hanaus OB Kaminsky. Kreiskommunen und der Main-Kinzig-Kreis streiten  gemeinsam juristisch für weniger Fluglärm und hatten von Morr ein  Gutachten zu Lärm mindernden Anflugverfahren in Auftrag gegeben. Morr  wird auch bei einer Bürgerinformation in Hanau Rede und Antwort stehen, die am Mittwoch, 29.  Februar, um 19 Uhr im Congress Park Hanau (Paul-Hindemith-Saal) stattfindet. Im Podium sitzt zudem Rechtanwalt Matthias Matthias Möller-Meinecke als Rechtsvertreter im Klageverfahren.
Erster Kreisbeigeordneten Kavai sagte mit Blick auf die hessische Landesregierung, das von dieser unterbreitete  Angebot der Unterstützung "nehmen wir sehr ernst". Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky meinte, das Land genauso wie das Luftfahrtbundesamt könnten sich an den Kosten für das Morr-Gutachten beteiligen, da dies hilft, die berechtigten Forderungen nach einer erheblichen Fluglärmminderung fachlich zu begründen. In den zurückliegenden Jahren wurden die immer wieder gestellten Forderungen nach einer Überprüfung und Anhebung der Flughöhen, von der Deutschen Flugsicherung regelmäßig als nicht umsetzbar beschrieben. In der jetzt vorliegenden fachlichen Begutachtung wird nun zweifelsfrei nachgewiesen, dass ein erhebliches Verbesserungspotenzial vorhanden ist.  Denn die die Kernaussage daraus, dass die im Main-Kinzig-Kreis geforderten anzuhebenden Anflughöhen sehr wohl möglich seien, hätten staatliche Fachleute schon längst bekräftigt haben können.
Landrat Dr. Reuter gab den Tenor der nun auch im Kreis Aschaffenburg zu hörenden Generalmeinung wieder: "Die Menschen fragen sich, warum die Flugzeuge nach Änderung der Anflugverfahren nun schon 35 Kilometer vor dem Flughafen so niedrig fliegen." Er nahm das Angebot an Gutachter Morr auch in Aschaffenburg referieren zu lassen.
Rodenbachs Bürgermeister Schejna sagte:  "35 Kilometer von Frankfurt entfernt muss man nicht quasi Steine nach den Flugzeugen werfen können." Für die Menschen im Osten Frankfurts sei jetzt schon ein Anflugverfahren möglich, das ihnen weniger Lärm beschere als derzeit. (pshu)

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