Eigentumsrechte an „Kinder- und Hausmärchen“ umstritten

Freitag, 5. Januar 2007
Aloys Lenz will Klarheit über Handexemplare der GrimmsHanau - Den Streit um die Eigentumsrechte an den „Ur-Exemplaren“ der Grimm’schen Kinder- und Hausmärchen zwischen der Brüder-Grimm-Gesellschaft e.V. in Kassel und der dortigen Universitätsbibliothek hat der Hanauer Landtagsabgeordnete Aloys Lenz (CDU) zum Anlass genommen, eine Parlamentarische Anfrage an die Hessische Landesregierung zu richten. Lenz bezieht sich dabei auf entsprechende Meldungen regionaler Zeitungen.

Dort wurde von dem Geschäftsführer der Brüder-Grimm-Gesellschaft in Kassel der nicht nachvollziehbare Eigentumsanspruch  auf die Handexemplare erhoben. Die Universitätsbibliothek Kassel, Nachfolgerin der Hessischen Landesbibliothek, ist bisher als unumstrittene Eigentümerin aufgetreten. Da sie eine Landeseinrichtung ist, so erklärte Lenz, habe die Öffentlichkeit ein Anspruch darauf zu wissen, ob die Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen der Allgemeinheit oder einem Verein gehören. Immerhin seien die insgesamt neun Bände mit  Anmerkungen  und Korrekturen der Brüder Grimm von der UNESCO in das  Welt-Dokumentenerbe aufgenommen worden. Der Abgeordnete betrachtete es als wenig konstruktiv, wenn sich zwei Institutionen, die sich mit dem Leben und Werk der großen Söhne Hanaus und Hessens befassen, öffentlich um Eigentumsansprüche streiten.

Lenz möchte deshalb mit seiner Anfrage von der Hessischen Landesregierung Auskunft über die tatsächlichen Besitz- und Eigentumsverhältnisse an den unschätzbar wertvollen Büchern der Brüder Grimm. (PM Büro Aloys Lenz, MdL)


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http://www.hanauonline.de/content/view/7764/311/

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