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Kfz-Versicherung: Bestandskunden zahlen drauf

Wenn zum Ende des Jahres mal wieder die Beitragsrechnung der Kfz-Versicherung ins Haus flattert, dann erlebt man nicht selten eine böse Überraschung. Schon wieder wurde der fürs neue Jahr zu zahlende Beitrag deutlich erhöht. Aber welche Möglichkeiten gibt es, dagegen etwas zu unternehmen, damit der eigene Geldbeutel nicht allzu sehr strapaziert wird?

Die Antwort auf diese Frage ist einfache als so mancher glauben mag. Denn es gilt, seine Kfz-Versicherung zu wechseln und Neukunde einer anderen Versicherung zu werden. Der Grund dafür ist die grundsätzlich festzustellende finanzielle Benachteiligung von Bestandskunden seitens der Kfz-Versicherungen. So ist es gängige Praxis, dass Jahr für Jahr die Beiträge der langjährigen und treuen Kunden erhöht werden, in der Hoffnung diese würden das ohne Beschwerden über sich ergehen lassen und weiterhin Kunde bleiben.
Dies scheint vielleicht ein moralisch fragwürdiges Gebaren zu sein, aber für Kfz-Versicherungen ist nur wichtig, dass sie sich dadurch eine goldene Nase verdienen können. Im Gegensatz zu Bestandskunden müssen Neukunden jedoch weit weniger zahlen. Denn diese werden mit günstigen Beiträgen geködert, um irgendwann auch einmal zu den Bestandskunden zu zählen - und erst dann werden die Beiträge Jahr für Jahr drastisch erhöht.

Darauf sollte man beim Wechsel der Kfz-Versicherung achten
Zögern wird also auch hier bestraft, weshalb man nicht damit warten sollte, seine Kfz-Versicherung zu wechseln, insofern man schon lange Kunde bei ein und demselben Anbieter ist. Jedoch gibt es einige Dinge zu berücksichtigen, damit dieser Wechsel reibungslose über die Bühne gehen kann. So sollte man sich unter anderem an die gesetzlich geregelte Kündigungsfrist der alten Versicherung halten. Diese besagt, dass man innerhalb eines Monats nach Mitteilung über das Wirksamwerden der Beitragserhöhung die Kündigung einreichen muss. Anderenfalls verlängert sich der Versicherungsvertrag automatisch um ein weiteres Jahr.
Zwar ist bei den meisten Kfz-Versicherungen der 30. November jeden Jahres Stichtag für einen möglichen Wechsel, allerdings kann im Falle einer Beitragserhöhung das gerade beschriebene sogenannte "Sonderkündigungsrecht" geltend gemacht werden. Auf dieses kann im Übrigen nicht nur bei Beitragserhöhungen gepocht werden, sondern ebenso bei konkreten Schadensfällen mit dem betreffenden Fahrzeug.
Des Weiteren sollte man vor dem Wechsel zu einer neuen Kfz-Versicherung die Preise und Leistungen der unterschiedlichen Anbieter vergleichen. Denn nicht nur die Geldersparnis sollte beim Wechsel eine Rolle spielen, auch die Sicherheit, die einem ein bestimmter Kfz-Versicherer garantieren kann, ist wichtig. Anderenfalls müsste man vielleicht anfangs weniger bezahlen, bliebe aber im Schadensfall auf hohen Rechnungen sitzen.

Sonderkündigungsrecht für die Kfz-Versicherung im Überblick

•    Kündigung nach Beitragserhöhung
•    Leistungskürzung
•    Wechseln nach einem Unfall
•    Fahrzeugwechsel


Diese Leistungen sollte ein Versicherungsanbieter mitbringen
Aber was sind nun die Leistungen, die der neue Versicherungsanbieter unbedingt haben sollte? Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, da dies von Person zu Person unterschiedlich ist. So benötigt beispielsweise nicht jeder Versicherungsnehmer einen Vollkaskoschutz und kann sich mit einer Teilkaskoversicherung zufrieden geben.

Zur Erklärung: Eine Vollkaskoversicherung schützt vor jeglichem Schadensfall, auch wenn dieser selbstverschuldet ist. Eine Teilkaskoversicherung übernimmt hingegen nur für fremdverschuldete Schäden die Kosten. Das schließt auch witterungsbedingt Beschädigung des Fahrzeugs, zum Beispiel durch herabfallende Hagelkörner, mit ein. Ebenso schützt eine Teilkaskoversicherung vor Diebstahl des Autos oder seiner Teile.
Für Geringverdiener ist nun definitiv eine Vollkaskoversicherung die bessere Wahl. Zwar fällt der Beitrag für diese Art der Versicherung etwas höher aus, dafür wird einem im Schadensfall aber der komplette Wiederbeschaffungswert des vollends funktionsfähigen Wagens gezahlt. Da man mit einem geringen Einkommen meist nicht die Möglichkeit hat, diesen Wiederbeschaffungswert - oder zumindest einen Teil davon - selbst zu entrichten, ist man mit einer Vollkaskoversicherung also auf der sicheren Seite.

Welcher Kfz Versicherungsanbieter ist der günstigste?
Ein Vergleich auf Check24 hat ergeben, dass der Versicherungsanbieter AllSecur in Sachen Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut wegkommt. So zahlt man bei AllSecur oft nicht mehr als einen Jahresbeitrag von circa 200 Euro und einer geringen Selbstbeteiligung von rund 150 Euro bei einem Teilkaskoschutz. (TA)

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