19. Juni 2013

Schwerpunkt bei Umweltmesse: Nachhaltige Kleidung

Hanau. Sich nachhaltig zu kleiden, gehört den Themenschwerpunkten, die das städtische  Umweltzentrum bei der diesjährigen Hanauer Umweltmesse am 31. März und 1. April im Congress Park Hanau setzt.  Dabei wird es eine Modenschau geben, wie sie bisher in der Brüder-Grimm-Stadt noch nicht stattgefunden hat: Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen Gelnhausen präsentieren aus alten Textilien und Stoffresten neu zusammengesetzte Kleidung oder solche aus ökologischem Baumwollanbau. Die faire Mode stammt von speziellen Firmen und Designerinnen.

Die Lernenden der Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung betreiben in Gelnhausen seit drei Jahren einen eigenen Laden namens "Stoffwexel".  Diesen hat die Deutsche Unesco-Kommission als vorbildliches Projekt der bis 2014 währenden UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Eine solche Würdigung erhalten Initiativen, die Kindern und Erwachsenen vorbildlich nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln.

"Wir schätzen uns glücklich eine solche preisgekrönte Initiative junger Menschen gewonnen zu haben, die nachhaltiges Handeln im Alltag eindrucksvoll vermittelt", betont Hanaus Umweltdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold.  Und Gabriele Schaar-von  Römer, Leiterin des Umweltzentrums Hanau,  hebt hervor, dass es der Schülerfirma "Stoffwexel" stets auch darum gehe mit Freude zu lernen.  Das werde sich auf dem Catwalk des CPH zeigen, den das Umweltzentrum eigens für die Gäste aus Gelnhausen aufbauen lasse.


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Eine weitere Möglichkeit sich nachhaltig anzuziehen bieten die BUND-Jugend Hessen und die Jugend der Kirche des Nazareners in Hanau  bei der Umweltmesse: eine Kleider-Tauschaktion. Dahinter steckt die bei Jugendlichen immer beliebter werdende Idee, sich bei einem gemeinsamen Treffen neu einzukleiden mit Hilfe nicht mehr gebrauchter Klamotten anderer. Darüber hinaus informieren die jungen Naturschützer über faire und unfaire Textilproduktion.

Wer die gerade erstandene Second-Hand-Kleidung schmückend ergänzen will, der kann sich von der 18-jährigen Roxana Khan ein Henna-Tatoo auf Finger und Hände machen lassen. Wer neue Mode bevorzugt, dem bietet die Umweltmesse einen Stand mit Retro-Kleidung von Sabine Eilers, Inhaberin der "Designerie" in Frankfurt. Dabei handelt es sich um Mode, Accessoires und Schmuck aus Stoffen der 50er bis 80er Jahre.

Das Umweltzentrum selbst zeichnet an seinem Stand die Reise der Baumwolle vom Anbau bis in den Kleiderschrank nach. Es stellt dabei auch die Frage, inwieweit das mit Kinderarbeit verbunden ist.

Fair hergestellte und gehandelte Produkte listet das Umweltzentrum in einem  Einkaufsführer für Hanauer Geschäfte auf, der auf der Umweltmesse in gedruckter Form Premiere haben wird.  Passend dazu stellte der Hanauer Weltladen einen Teil seines Sortiments vor.  "Auf dem Weg zur fairen Stadt kommen wir dank der Umweltmesse und der damit zusammenhängenden Initiativen ein gutes Stück voran", ist Dr. Piesold überzeugt.

Die Umweltmesse ist am 31. März und 1. April jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt im CPH ist frei. (pshu)

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