RP genehmigt Mitverbrennung von Petrolkoks im Kraftwerk Staudinger

{mosimage}Darmstadt/Großkrotzenburg (rp) - Die E.ON Kraftwerke GmbH in Hannover kann künftig in ihrem Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg zu der Steinkohle auch Petrolkoks mit verbrennen. Das Darmstädter Regierungspräsidium hat dem Antrag des Unternehmens vom 8. November 2004 entsprochen und die für die Mitverbrennung erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt. Die Genehmigung beinhaltet auch eine Änderung der stofflichen Zusammensetzung des Klärschlammes, dessen Verbrennung bereits im Dezember 2003 genehmigt worden ist.

Nach Auskunft des Regierungspräsidiums ist Petrolkoks ein im Aussehen und in der Konsistenz der Steinkohle ähnlicher fester Brennstoff, der bei der Verarbeitung von Erdöl entsteht und über einen etwas höheren Heizwert als die Steinkohle verfügt. Nach der jetzt erteilten Genehmigung darf Petrolkoks je nach Qualität zu einem Anteil von maximal fünf bzw. maximal zehn Prozent dem Brennstoff Steinkohle zugefeuert werden.

Der weiterhin zur Mitverbrennung kommende Klärschlamm von maximal 5,64 Tonnen in der Stunde hält nach Angaben des Regierungspräsidiums nach wie vor die Anforderungen der Klärschlammverordnung ein, auch gelten die für die Mitverbrennung im Dezember 2003 festgeschriebenen Emissionsgrenzwerte unverändert fort.

Wie das Regierungspräsidium weiter mitteilt, sind durch die genehmigten Änderungsmaßnahmen bei Einhaltung der gemachten Auflagen und Nebenbestimmungen schädliche Umwelteinwirkungen und sonstige Gefahren, Nachteile oder Belästigungen für die Umwelt und die in der Nähe des Kraftwerks wohnenden Menschen nicht zu erwarten. (Presse RP Darmstadt)

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