Der neue Turm im Osten Hanaus

>Hanau - Mit einer kleinen Feier wurde heute der Richtfunkmast Hanau-Ost in Betrieb genommen. Es handelt sich dabei um eine Schnittstelle im Weitverkehrsnetz und verbindet Standorte in Offenbach, Aschaffenburg und Gelnhausen. Die Richtfunkknotenpunkte dienen der Weiterleitung von Mobilfunkgesprächen und UMTS-Daten gleich welcher Art. Es ist kein Mobilfunk-Sendemast.

 

Die Höhe des Bauwerks beträgt 75 Meter zuzüglich der Hindernisbefeuerung. Diese wurde wegen des Fliegerhostes in Langendiebach notwendig. Das Fundament ist in Pfahlbauweise erstellt. Wegen des Überschwemmungsgebietes wurden die Fundamente 13 Meter tief im Boden versenkt. Die reine Bauzeit betrug rund acht Monate. Über die Baukosten machte Vodafone nur ungefähre Angaben über einen sechsstelligen Betrag.

Ursprünglich sollte der Standort auf einem Hochhaus aufgebaut werden. Im Rahmen der vorbereitenden Gespräche mit den Beteiligten (z.B. Stadt Hanau, Hessen-Forst, Unter Naturschutzbhörde) wurde schließlich der heutige Standort gefunden. Unter Beachtung des Naturschutzes konnte der Aufbau des Richtfunkmastes umgesetzt werden.

Ein in unmittelbarer Nähe befindlicher standortfremder Pappelwald wurde gefällt und als Ausgleichsmassnahme von Vodafone neu aufgeforstet. Dabei wurden 2000 standortgerechte Bäume (z.B. Elsbeere, Eichen, Buchen etc.) und 800 Sträucher (Weissdorn, Schwarzdorn etc, insgesamt 22 verschiedene Arten) gepflanzt. Im Moment ist diese Pflanzung zum Schutz vor Wildverbiss eingezäunt. In ca. 5 - 6 Jahren wird dieser Zaun wieder abgebaut. Ein Sprecher von Vodafone betonte die Zufriedenheit mit diesem Ergebnis. Die Alternative wäre eine Zahlung gewesen, von der man nicht gewusst hätte, was schliesslich damit geschähe.

Zudem wurde in 40 Meter Höhe eine Nistkasten für Wanderfalken angebracht um diesen seltenen Vögeln hier eine Nistmöglichkeit zu bieten. Dieser Kasten wurde inzwischen von einem Turmfalkenpärchen entdeckt und wird bereits bebrütet.

Auch die Feuerwehr Hanau bekam von Vodafone die Nutzung des Turmes für Übungszwecke zur Höhenrettung gestattet. Besondere Utensilien für die Steigausrüstung wurde zusätzlich zur Verfügung gestellt.Schließlich gab es einige mutige Menschen, die den Turm bestiegen. Auf dem Bild sehen Sie Martin Bär (Vodafone), Sigrun Brell (Hessen-Forst) und Siegfried Hött (Vodafone). Freundlicherweise wurde mir auch das Angebot zum Aufstieg gemacht, ich blieb jedoch lieber auf dem Boden.

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