Baugesellschaft hilft umzugswilligen Mietern

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Mieter Heinz-Uwe Wirschchanowski, der in der Hahnenstraße wohnt, nimmt das Angebot der Baugesellschaft an, ihm eine neue Wohnung zu besorgen. Katrin Steinert von der Baugesellschaft unterstützt ihn dabei. (Foto: bau-hu)

Hanau - „Wir werden uns mit jeder Mieterin und jedem Mieter zusammensetzen, um gemeinsam nach der Lösung zu suchen, die im persönlichen Einzelfall die beste ist.“ Dieses sein Versprechen vom März 2009 für die 105 Mieter, die im Wohnkarree westlich der Wallonisch-Niederländischen  Kirche noch wohnen, sieht Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky bestätigt. Denn sowohl die Baugesellschaft Hanau als Vermieterin wie auch die mit einer Mieterumfrage beauftragte Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) nahmen und nehmen sich der Bewohnerwünsche in vielen Gesprächen an.

Mehrere Umzüge von Mietern in andere Innenstadt-Wohnungen der Baugesellschaft sind bereits vereinbart. Baugesellschaft-Geschäftsführer Jens Gottwald geht derzeit davon aus, dass bis Ende September rund 80 Mieter aus- und umgezogen sein werden. Insgesamt hat das städtische Wohnungsbauunternehmen im Karree Französische Allee, Altstraße, Steinheimer Straße und Hahnenstraße 176 Wohnungen.

Gespräche fanden bisher mit mehr als 70 umzugswilligen Mietern statt, die meisten nach einer erfolgreichen Mieterversammlung am 4. Juli. Weitere Termine mit Bewohnern des Karrees stehen bereits fest. Wiederum andere Mieter kündigten an, nach den Sommerferien mit der Baugesellschaft über einen Umzug sprechen zu wollen.

Gottwald berichtet, vor allem ältere Mieter äußerten immer wieder, sie wollten „lieber heute als morgen“ in seniorengerechte Wohnungen in der Innenstadt umziehen. So weit das möglich gewesen sei, habe die Baugesellschaft solche Wünsche bereits erfüllen können und bemühe sich, diesen auch weiterhin nachzukommen.

Aus den Antworten der von der DSK und der Baugesellschaft befragten Mieter lässt sich aus Gottwalds Sicht ablesen, welchen Bedarf die Mieter für sich sehen. „Alle wollen eine Zentralheizung“, zitiert er den meist genannten Wunsch, dicht gefolgt von Bad und Dusche (96 Prozent) sowie Balkon (94 Prozent) und Keller (89 Prozent). Fast alle wollten in der Innenstadt bleiben.

Aus den intensiven Kontakten mit den Mietern schließt Gottwald: „Wir gehen mit den gesprächswilligen Mietern und mit einem wichtigen Thema der Stadtentwicklung offen, ehrlich und verantwortungsbewusst um.“ Mit einem Sozialplan habe sich die Baugesellschaft verpflichtet, sich finanziell an den anstehenden Umzügen zu beteiligen. Helfen könne die Baugesellschaft aber nur den Mietern, die gesprächsbereit seien. Denen biete die Baugesellschaft an, gemeinsam eine zufriedenstellende Lösung für ihre künftige Wohnsituation zu finden und dabei deren wirtschaftlichen und persönlichen Voraussetzungen zu berücksichtigen. Der Stadt Hanau und ihrer Baugesellschaft sei bewusst, dass sie die Verantwortung für die Zukunft der Menschen trügen, die von der städtebaulichen Entwicklung der Innenstadt betroffen seien. (bau-hu)

 

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