Ein Beitrag zum guten Ruf des Lamboyparks

Jugendliche bauen eine Sitzgruppe im Rahmen des Projekts „Stärken vor Ort“
Hanau. Der Ferienjob war begehrt. Neun Jugendlichen bestanden das Bewerbungsverfahren für ein vom Bund und der EU gefördertes Projekt des Programms "Stärken vor Ort" im Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten. Aufgabe war, eine Sitzgruppe im Lamboypark zu bauen.

Als vor fünf Jahren die ersten zwei Bänke samt Tisch aus Ytong-Steinen  im hinteren Teil des Lamboyparks  entstanden, "da fand ich die Idee  toll, war aber noch zu jung, um mich dafür zu bewerben, erinnert sich der 14-jährige Xemgin. Diesmal kam er zum Zug. Und mit ihm vier weitere Jungs und vier junge Frauen, alle zwischen  14 und 17 Jahre alt.  Wer für den "coolen Job" unter Anleitung von Maurermeister  Peter Reinhardt, Undine Möbus vom Lamboypark und Norbert Stiebitz vom Nachbarschaftshaus Lamboy-Tümpelgarten (NLT) mit vier Euro die Stunde entlohnt werden wollte, musste sich jeden Tag aufs Neue bewähren: pünktlich zur Arbeit kommen, Teamgeist beweisen, sorgsam mit den teuren Materialien umgehen. "Jeder Arbeitstag wurde  in der Gruppe  zusammen mit der Projektleitung reflektiert", erklärt Undine Möbus, langjährige Leiterin des Lamboyparks.  Die Bewertung von Arbeitsleistung und Verhalten war dann Grundlage für die Entlohnung. Ziel des sozialen Projektes war es, "in Teamarbeit ein Produkt zum Anfassen zu schaffen, das im Alltag nützlich ist und auch noch gut aussieht".

Für Sevil (15) stand das Geld nicht an erster Stelle, als sie sich für das Projekt bewarb. "Ich komme seit ich klein bin in den Lamboypark und ich wollte dazu beitragen, dass sein guter Ruf als Freizeitpark durch eine schöne Gestaltung noch besser wird." Ihrer Freundin Mizgin (14) macht es Spaß, "dass wir als Mädchen die selben  Arbeiten machen wie die Jungs. In unserem Team herrscht Gleichberechtigung."

Der Umgangston ist freundlich auf der Baustelle vor dem bunt bemalten Bauwagen, in dem von April bis Oktober Spiele ausgeliehen werden können. Bisher mussten Kinder und Erwachsene an Bierzeltgarnituren Platz nehmen, um zu spielen oder zu basteln. "Auf unserer Sitzgruppe", ist sich Mehmet (17) sicher, "sitzt es sich besser und sie sieht viel schöner aus." Er und die anderen jungen Handwerkerinnen und Handwerker werden sich mit Graffitis ihrer Vornamen auf den  Bänken verewigen. Maurermeister Reinhardt würde sich freuen, wenn  Jugendliche durch die Aktion Feuer für einen handwerklichen Beruf  gefangen haben. Mit seiner großen Geduld und seinem Humor  hat er bei den jungen Leuten auf jeden Fall gepunktet. (pshu)

 

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