Atomkraftgegner fordern schnelleren Umstieg auf alternative Energien in Hanau

Hanau. Im Anschluss an die Mahnwache auf dem Hanauer Marktplatz zum 30. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl trafen sich die Teilnehmer  am Abend des 26. April zur Vorführung des ARTE-Films „Wohin mit dem strahlenden Müll“, um Konsequenzen aus Tschernobyl und Fukushima zu diskutieren.

Der DGB und weitere Unterstützer hatten zu diesem Abend eingeladen. Bei der Frage, wie man die Energiewende vorantreiben könne, stellte sich heraus, dass die Stadtwerke Hanau als Hauptstromlieferant immer noch 15% Atomstrom und  43% aus Kohlekraftwerken beziehen (Zahlen von 2014). Um eine tatsächliche Energiewende zu erreichen,  sei es nötig, dass die Stadtwerke ihren Anteil an Atom- und Kohlestrom schnellstens auf Null bringen müssten.

Zwar seien bereits 33 % Anteil an Erneuerbaren Energien in Hanau im Einsatz, dennoch ginge der Umstieg viel zu langsam. Da die Stadt Hanau zu 51% Anteilseignerin an den Stadtwerken Hanau sei, sollten die Stadtverordneten auf schnelleres Umsteigen drängen. Immerhin sei der zweite Anteilseigner der Stadtwerke, die Mainova Frankfurt, bereits auf einem schnelleren Wege. Diesem Beispiel sollte Hanau folgen, fordern die Atomkraftgegner, zumal in Hanau ein Energiekonzept erstellt wurde und eine Energiemanagerin eingestellt worden sei.  

Zahlreiche umweltbewusste Bürgerinnen und Bürger hätten bereits zu alternativen Anbietern gewechselt. Um zu verhindern, dass weitere Hanauerinnen und Hanauer die Stadtwerke verlassen, sollten die politisch Verantwortlichen den schnellen Ausstieg aus Kohle und Atom umsetzen.
Das Bündnis gegen Atommülllager Hanau erwartet von den Fraktionen im neugewählten Stadtparlament, umgehend aktiv zu werden. (ed/Bündnis  gegen Atommülllager Hanau)

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