Bedeutung des kommunalen Parlaments für die demokratische Entwicklung

OB und Stadtverordnetenvorsteher weisen die Schulen auf Jubiläum in 2006 hin
Hanau - Das bevorstehende Jubiläum der Hanauer Stadtverordnetenversammlung haben Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Walther zum Anlass genommen, in einem Brief an alle Hanauer Schulen auf die mit dem Jahrestag einhergehenden Veranstaltungen hinzuweisen. Gleichzeitig werben die beiden Politiker aber auch dafür, dass sich die Schulen im Unterricht mit diesem Thema gezielt auseinander setzen und eventuell mit eigenen Projektarbeiten zur Gestaltung des Jubiläums beitragen. Mit der Bitte verbunden ist das Angebot, selbst durch persönliche Gespräche den Hanauer Schülerinnen und Schülern "Politik zum Anfassen" zu bieten.

Wie Kaminsky und Walther schreiben, jährt sich im kommenden Jahr zum sechzigsten Mal die erste Zusammenkunft der Hanauer Stadtverordnetenversammlung nach dem Zweiten Weltkrieg. Diesem bedeutsamen Akt der Demokratisierung und der kommunalen Selbstverwaltung in der Stadt werde unter anderem mit einer Festveranstaltung am 24. Juni, dem exakten Jahrestag, gedacht. Begleitend wird vom 10. bis 25. Juni 2006 im Neustädter Rathaus die Wanderausstellung "60 Jahre Hessen" gezeigt.

Schulen oder einzelne Klassen, die sich in Form von Workshops, Materialrecherchen, Medienpräsentationen oder dergleichen mit dem Thema "60 Jahre kommunale Demokratie in Hanau" beschäftigen wollten, könnten dann ihre Arbeitsergebnisse, so der Vorschlag von OB und Stadtverordnetenvorsteher, ebenfalls bei den Gedenkveranstaltungen im Juni 2006 präsentieren. Die Meldung von Projekte müsse nur rechtzeitig bis zum 1. März 2006 im Rathaus vorliegen.

Dass sich die Stadt Hanau schon länger mit Erfolg darum bemüht, jungen Menschen das Thema "Politik" näher zubringen, zeigt die Reihe "Jugend und Politik", die in diesem Jahr über den städtischen Fachbereich Soziale Dienste und die Freiwilligenagentur organisiert wird. Auch da gab es bereits erste Gesprächsrunden zwischen Politikern und Jugendlichen.

In dem Brief an die Schulen weisen Kaminsky und Walther nun nochmals darauf hin, dass sie für persönliche Begegnungen zur Verfügung stehen, um mit ihrer Gesprächs-Offerte die Bedeutung des kommunalen Parlaments für die demokratische Entwicklung in der Stadt näher zu bringen und gleichzeitig zu einer konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung mit aktueller lokaler Politik anzuregen. Konkret könnte dies bedeuten, dass beide in die Schule zu einem einstündigen Besuch vor Ort kommen, um direkt Rede und Antwort über die Tätigkeiten eines Oberbürgermeisters oder Stadtverordnetenvorstehers zu stehen.

Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus Magistrat und Stadtverordnetenversammlung werde auch die Möglichkeit geboten, das Hanauer Rathaus näher kennenzulernen. So könnte ein Besuch im Büro des Oberbürgermeisters, im Magistratssitzungszimmer oder im Stadtverordnetensitzungssaal mit einstündiger Gesprächsrunde und kurzen Fachvorträgen aus der Verwaltung auf dem Programm stehen. Sowohl die Vorbereitungen der städtischen Gedenkveranstaltungen als auch die Besuche in den Schulen oder im Hanauer Rathaus koordiniert Martin Hoppe, der für Anfragen oder weitergehende Informationen unter der Rufnummer Hanau 295-1723 oder per E-Mail unter Martin.Hoppe@hanau.de erreichbar ist. (PS HU)

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