Eine Hommage an Steinheim

Jubiläumsausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins
Hanau/Steinheim. Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Heimat- und Geschichtsverein Steinheim e.V. präsentiert eine Jubiläumsausstellung unter dem Motto "Steinheim einst und in unserer Zeit" ausgewählte Zeichnungen und Gemälde mit Steinheimer Motiven aus Privatbesitz. Oberbürgermeister Claus Kaminsky eröffnet die Ausstellung am Freitag, 30. September, um 19 Uhr im großen Saal im Obergeschoss des Steinheimer Schlosses. Burkhard Huwe, der erst im März dieses Jahres den Vorsitz des HGS übernommen hat, spricht für den Verein. Die Kunsthistorikerin Dr. Eugenie Börner, die die unterschiedlichen Werke aus Privatbesitz zusammengetragen hat, wird mit einem Vortrag in das Thema einführen.

Auch die Konzeption zur Ausstellung stammt von der Kunsthistorikerin, die seinerzeit über den Hanauer Künstler Reinhold Ewald an der Johann Wolfgang Goethe-Universität promoviert hat. Die Ausstellung nennt Dr. Börner einen "Spaziergang vor Bildern", der dank vieler Zeichnungen und Gemälde, auch von unbekannten Namenlosen, die kleine alte Stadt aus vergangener Zeit mit verschwundenen Bauten und vergessenen Ereignissen zeigt.  Der Fachbereich Kultur der Stadt Hanau fördert diese Veranstaltung finanziell und leistet über die städtische Abteilung Museen zusätzliche Unterstützung.

Das ausgewählte Bildmaterial umfasst Arbeiten romantisch-idealistischer Prägung des 19. Jahrhundert von Georg Schneider und dem Umkreis von Christian Georg d. Ä. Schütz. Gezeigt werden Zeichnungen des Steinheimer Künstlers Wilhelm Gesser, ein Aquarell des Dresdners C. A. Krauss, der lange in Steinheim lebte, zwei Arbeiten von August Peukert, Porträts von Johann Kreis sowie Ansichten von Steinheim von Jacob Weiser. Bekannte Künstler der Region wie Ehrhard Angermann und Balthasar Frech geben mit ihren Werken einen Einblick in die landschaftlichen und technischen Veränderungen in Steinheim. Dazu gehören auch die Fotos von Helmut Fabel.

Künstler, die unterschiedlichen Gruppierungen angehören wie Paul Eppert, Andreas Wald, Doris Schmidt-Haub, Rolf Kellner, Jaques Oerter und Herbert (Roger) Richter haben in vielfacher Malweise und mit unterschiedlichem Temperament und oft auch mit kritischem Blick ihre Hinwendung zu Steinheim bekundet.

Musikalisch wird die Jubiläumsausstellung mit Trompetenklängen von Paul Hindemith eröffnet, der Festakt mit einer Arie und einem Volkslied gerahmt. Die drei auftretenden Musiker sind alle ehrenamtlich für den Festakt tätig.

Die Sopranistin Bozena Konietzko studierte Gesang am Konservatorium in Brünn (Brno) in Tschechien. Nach ihrem Umzug nach Frankfurt am Main trat sie über Jahrzehnte als Solistin bei privaten Veranstaltungen mit klassischen. Opernarien und im kirchlichen Bereich mit geistlichen Liedern auf.

Der Pianist Klaus Börner studierte an der Hochschule für Musik in Weimar und am Konservatorium in Lausanne. Er gewann mehrere Preise bei internationalen Klavierwettbewerben in Barcelona und Monza. Ab 1969 war er Klavierdozent an der Hochschule Johannes Gutenberg an der Universität in Mainz. Klaus Börner konzertierte international als Pianist und Liedbegleiter.

Maximilian Hagen besucht die Karl-Rehbein-Schule in Hanau und wählte als Leistungsfach Musik. Er besuchte über einen Zeitraum von fünf Jahren das Konservatorium Dr. Hoch in Frankfurt am Main im Fach Trompete.

Auf besonderen Wunsch von Dr. Eugenie Börner wurde für das Jubiläum auch ein besonderes Gebäck, die "Steinheimer Pflastersteine" kreiiert. Die Rezeptvorschläge stammen von Maria Jung, den Namen erfand Karin Hopkins, Bäcker von Eiff setzte die Idee in die Wirklichkeit um. Zwei Steinheimer Bürger finanzierten die Schmankerl.
Die Ausstellung nach der Eröffnung noch bis Sonntag, 30. Oktober, im Museum Schloss Steinheim zu den üblichen Öffnungszeiten (donnerstags bis sonntags 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr) für die Besucher zugänglich.. Interessierte können sich im Rahmen der Sonderausstellungen zu Führungen unter 06181 295 571 anmelden. Diese sind derzeit samstags und sonntags jeweils um 15 Uhr geplant. Treffpunkt ist die Museumskasse. Für die Teilnahme sind zusätzlich zum Museumseintritt 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro) zu zahlen. (pshu)

 

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