Rauch quillt aus Fachwerkhaus – Feuerwehr kommt nicht durch

Bruchköbel. Das hätte auch ganz anders ausgehen können: Am Dienstagvormittag wurde die Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung in die Köhlergasse gerufen. Ein aufmerksamer Nachbar hatte Rauch bemerkt, der aus einem Fenster eines alten Fachwerkhauses quoll. Noch bevor die alarmierte Feuerwehr samt Rettungsdienst vor Ort eintraf, bemerkte die Bewohnerin des Fachwerkhauses das Malheur.

In der Küche waren Speisen auf dem Herd angebrannt und machten stark qualmend auf sich aufmerksam. Die Frau konnte das Feuer jedoch rasch selber löschen, so dass die Feuerwehr lediglich noch einmal die Brandstelle kontrollieren musste. Wesentlich mehr Probleme hatte die Feuerwehr jedoch mit zwei Fahrzeugen, die in der Köhlergasse das Vorrankommen der Feuerwehrfahrzeuge behinderten. "Diese Fahrzeughalter blockieren im Einsatzfall die Arbeit und das Durchkommen der Rettungskräfte und setzen damit unter Umständen die Gesundheit oder auch das Leben der Anwohner aufs Spiel", sagte ein Sprecher der Feuerwehr.
Einer der Fahrzeughalter, der nach einiger Suche in einer Massagepraxis aufgefunden wurde, reagierte mit Unverständnis. Dort wo er stehe, "sei doch genug Platz", sagte der Rentner. Sein Fahrzeug hatte er zwischen parkenden Autos und eine Sitzbank gestellt und somit die Durchfahrt blockiert. "Viele Verkehrsteilnehmer vergessen, dass Feuerwehrfahrzeuge LKWs sind und wesentlich mehr Platz benötigen als PKWs", kommentierte der Feuerwehrsprecher das Verhalten des Mannes. Aufgrund der Parksituation nimmt sich nun das Ordnungsamt der Stadt der beiden "Parksünder" an. (ffbrk)

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