HEBEISEN WHITE WINGS fahren nach Essen

albrecht rosemann hww 840Paul Albrecht - Foto: PM -

Basketball. Das zweite Auswärtsspiel in der 2. Basketball-Bundeslig führt die HEBEISEN WHITE WINGS nach Essen. Am Samstag (19.30 Uhr) treffen sie dort in der Sporthalle „Am Hallo“ auf die ETB Wohnbau Baskets. Das Duell Hanau gegen Essen ist auch das Kräftemessen der Topscorer der Liga, Kruize Pinkins und Christopher Alexander.

Der Flügelträger Kruize Pinkins ist bislang in den vier Spielen für 87 Punkte verantwortlich – das bedeutet einen Schnitt von 21,8. Der Essener Alexander hat ebenso viele Punkte erzielt. Der 33-jährige Point Guard legt zudem 2,8 Assists auf, trifft fast jeden zweiten Dreier und klaut seinem Kontrahenten mehr als zwei Mal den Ball pro Spiel. Die Essener haben also eine echte Waffe in ihren Reihen, die jeder Zeit heiß laufen kann. Entsprechend lang lässt Trainer Igor Krizanovic den US-Amerikaner auf dem Feld. Hier wird es viel auf die Guard-Reihe der Hanauer ankommen. Die HEBEISEN WHITE WINGS werden versuchen, mit ihren Defensivspezialisten – allen voran Till-Joscha Jönke und Kapitän Christian von Fintel – den Aufbauspieler der Gastgeber früh unter Druck zu setzen.

Viel Arbeit wartet auch auf den Hanauer Topscorer unter den Körben. Gemeinsam mit Ruben Spoden, Josef Eichler und Paul Albrecht, der bereits am fünften Spieltag an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt, wird Pinkins versuchen, die Kreise von Eric Thompson einzuschränken. Der 2,04 Meter große Center greift sich starke 9,8 Rebounds pro Spiel. Da müssen die HEBEISEN WHITE WINGS als Team agieren, ausboxen und mit der Intensität aus den vorherigen Spielen zum Rebound gehen.

Auch sonst gilt es, die Essener zu beschäftigen und mürbe zu spielen. Mit Blick auf die bisherigen Spielzeiten scheinen die Hessen die tiefere Bank zu haben. Neben Alexander steht Ashton Moore 31 Minuten auf dem Parkett, Jannik Lodders gar 35 Minuten und Leo Vrkas gute 28 Minuten.

Und auch vom Blick auf die Tabelle dürfen sich die HEBEISEN WHITE WINGS nicht blenden lassen. Zwar stehen die Baskets mit vier Niederlagen auf dem letzten Tabellenplatz, aber sie haben vergangene Woche gegen BBL-Absteiger Crailsheim nur aufgrund des schwachen zweiten Viertels verloren. In der Vorwoche unterlagen sie den Kirchheim Knights gar erst nach Verlängerung durch einen wilden Dreier in den Schlusssekunden. Und sollte Forward Malcolm Riley nach seiner Fußverletzung wieder auflaufen dürfte sich auch die Minutenverteilung ganz schnell wieder verschieben.

Die HEBEISEN WHITE WINGS reisen also gewarnt, aber voller Selbstvertrauen nach Essen. Das Ziel ist klar: die nächsten zwei Punkte und eine weiße Weste in fremden Hallen.

Für die Fans, die nicht mit nach Essen fahren können, wird das Spiel live auf www.sportdeutschland.tv übertragen.

Vor Duell mit Ex-Club: Albrecht sieht noch Luft nach oben

Zehn Punkte pro Spiel, fast 60 Prozent seiner Würfe fliegen durch die Reuse – und dennoch, Paul Abrecht sieht bei seinem Spiel noch Luft nach oben. Vor dem Duell mit den ETB Wohnbau Baskets Essen, für die der Power Forward noch in der vergangenen Saison auflief, spricht Albrecht über die Besonderheit des Spiels, den Saisonstart und warnt davor, sich von der Tabelle täuschen zu lassen.

Für ihn sei das Wiedersehen in der Sporthalle „Am Hallo“ (Samstag, 19.30 Uhr, live auf www.sportdeutschland.tv) etwas Besonderes. „Ich denke für jeden Spieler ist es ein besonderes Spiel, wenn man an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt“, so der 23-Jährige. Im selben Atemzug warnt er davor, sich von dem Start der Essener blenden zu lassen. Die stehen zwar mit vier Niederlagen auf dem letzten Tabellenplatz, hatten es aber auch mit den Playoff-Kandidaten Kirchheim und Trier sowie den BBL-Absteigern Mitteldeutscher BC und Crailsheim zu tun. „Ich denke, die Essener sind definitiv stärker als 0:4, was sie besonders gegen Kirchheim angedeutet haben. Zudem ist es so, dass in dieser Liga jeder gegen jeden gewinnen kann“, meint Albrecht. Die Niederlage vom Aufstiegsfavoriten MBC in Hamburg am vergangene Wochenende dürfte den HEBEISEN WHITE WINGS Warnung genug sein.

Der Neu-Hanauer hat für Samstag ein relativ simples Erfolgsrezept: „Der Schlüssel zum Sieg ist, dass wir unser Spiel durchsetzen und gut verteidigen.“ Das hat der Mann mit der Trikotnummer 6 an den ersten vier Spieltagen selbst immer wieder getan. Dabei hatte der 2,05-Meter-Mann, der von Headcoach Simon Cote gerne auch mal als Center aufgestellt wird, es durchaus mit größeren Jungs zu tun. Aber selbst der Kölner Dennis Heinzmann mit seinen 2,16 Meter kam gegen Albrecht nicht zum Korberfolg. Aber gerade unter den Körben sieht er selbst noch am meisten Entwicklungspotential bei sich. „Vor allem an meinem Reboundverhalten muss ich noch arbeiten“, sagt der ehemalige U20-Nationalspieler. Dabei greift er sich aktuell schon knapp vier Rebounds und hilft vor allem seinen Teamkollegen, indem er erfolgreich ausboxt – was in keiner Statistik zum Tragen kommt. In den 29 Minuten auf dem Parkett trifft Albrecht 60 Prozent seiner Dreier und zeigt sich in der Zone fast genauso treffsicher.

Der Saisonstart mit dem Team ist angesichts der Gegner geglückt. „Meinen eigenen Saisonstart bewerte ich erstmal als ‚ok‘“, ist Albrecht selbstkritisch. „Ich habe definitiv noch mehr vor dieses Jahr und hoffe, dass ich meine Leistungen noch steigern kann.“ Nächste Gelegenheit dazu hat er am Samstag – an alter Wirkungsstätte. (HWW)

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