HSG Rodgau-Nieder-Roden II – HSG Hanau II 28-23

Handball. Auf dem Boden der Realität, ist die zweite Mannschaft der HSG in der Landesliga angekommen. Mit einer 28-23 Niederlage bei der HSG Rodgau-Nieder-Roden, verlor man erstmals ein Auswärtsspiel in Hessens zweithöchster Spielklasse. Nach 10 gespielten Partien und mit 15-5 Punkten, kann man nichts desto trotz weiterhin von einem Traumstart der Grimmstädter sprechen.


 
Die Vorzeichen auf das Spiel im Rodgau standen alles andere als gut, für die Mannschaft von Trainer Valina. Neben den Langzeitverletzten Johannes Ostermann und Tom Krüger, musste man zudem verletzungsbedingt auf Dennis Franz, sowie Lars Just verzichten. Am Freitagabend viel dann noch bitterer weise auch noch Jonas Faust aus, so dass im Hanauer Rückraum der Notstand ausgebrochen war.
Auf der anderen Seite unterstrichen die Gastgeber aus Nieder-Roden mal wieder ihre Unberechenbarkeit, was den Einsatz der U23-Spieler aus der 3. Liga betrifft und boten mit Marvin Hoppenstaedt im Tor und mit Florian Stenger am Kreis, gleich zwei Kräfte der ersten Mannschaft auf. Beide sollten maßgeblich zum Erfolg der Gastgeber beitragen. Dazu kam mit Johannes von der Au, aus der Hanauer A1, ein weiterer Spieler, der in dieser Saison noch keinen Einsatz für die Rodgauer absolvierte.
 
Während die Gastgeber hoch motiviert zu Werke gingen, taten sich die Hanauer von Anfang an schwer. Gerde an der defensiven Deckung der Gastgeber, bissen sich die Grimmstädter immer wieder die Zähne aus, oder scheiterten am starken Hoppenstaedt im Rodgauer Gehäuse.
Nieder-Roden spielte im Angriff die erwarteten Abläufe, allerdings fanden Teile der Hanauer Abwehr an diesem Tage nicht die richtige Einstellung, dies zu verhindern. Während der Innenblock der Hanauer das Zusammenspiel mit Rodgaus Stenger immer gut im Griff hatte, agierte man auf den Halbpositionen zu naiv und so nutzten die Gastgeber die daraus entstehenden Räume, um immer wieder über die Aussen zum Erfolg zu kommen. Die Mannen von Kapitän Sebastian Plitzko gerieten von einer 5-7 Führung (11.) in einen 9-7 Rückstand (17.), ehe man die Fehler im Angriff wieder minimierte und bis zur Halbzeit mit 10-11 in Führung gehen konnte. Dies lag auch daran, dass Max Gronostay im Tor, diverse Bälle entschärfen konnte.
 
Im zweiten Durchgang wurden die Abwehrschwächen der Hanauer vermehrt durch die Gastgeber genutzt. So war es nur folgerichtig, dass Nieder-Roden bis zur 49. Minute auf 21-17 davon zog und somit auf die Siegesstraße ein bog. Erst jetzt begann die HSG zu kämpfen und schaffte mit viel Aufwand, den 23-23 Ausgleich (57.). Während man nun im Angriff wieder zu viele Chancen liegen ließ, war es jener Johannes von der Au aus der Hanauer Jugend, der mit 2 Treffern für die Entscheidung sorgte. Am Ende versuchten die Grimmstädter das Unmögliche und so schraubte Nieder-Roden das Ergebnis in den Schlussminuten auf einen 28-23 Sieg hoch.
 
„Diese Niederlage ist sicherlich kein Beinbruch, schaut man sich die personelle Konstellation der beiden Teams an. Dennoch war mehr drin und hätte man sich den einen, oder anderen Fehlwurf weniger geleistet, hätte man auch etwas Zählbares aus Nieder-Roden mitnehmen können.“ so Team-Betreuer Jörn Schmitz nach dem Spiel.
 
Auch wenn die Niederlage gleichermaßen ärgerlich, wie verdient war, sollte man nicht vergessen, dass die Hanauer ein Aufsteiger sind. Ein Aufsteiger, der nach wie vor eine klasse Saison spielt und bereits jetzt mehr Punkte einfahren konnte, als die Aufsteiger aus ihrem Bezirk in den letzten Jahren zusammen.
Dennoch sieht man ganz klar, dass man einige Ausfälle nur schwer kompensieren kann und dass das Team weiter ganz hart an sich arbeiten muss. In der kommenden Woche gastiert mit der SKG Rossdorf ein Landesliga-Dino in der Otto-Hahn-Schule, Kesselstadt (Sonntag, 18:00 Uhr). Hier muss eine Leistungssteigerung her, um nach 2 sieglosen Spielen, wieder einen Erfolg einfahren zu können.
 
Für die HSG Hanau spielten und trafen:
Gronostag (1.-49.), Heuser (49.-60.)
Staab (1), Plitzko (2), Popiolek, Kukla (6/3), Marquardt, Winter (1), Seidenspinner, Neumann, O. (7/2), Steiner (5), Eisenhuth, Kroth (1), Stengel

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