Ministerpräsident Bouffier besucht Evonik-Standort in Hanau

bouffier-rennwagen-evonik-300Bei seinem Besuch am Evonik-Standort in Hanau ließ sich Ministerpräsident Volker Bouffier von Dr. Norbert Nimmerfroh (l.) vor einem mit Biodiesel betriebenen Rennwagen die chemische Prozesse bei der Herstellung von Biodiesel aus Rapsöl erläutern. Mit dabei waren Betriebsrat Jürgen Franzel, der Landtagsabgeordnete Aloys Lenz, Standortleiter Dr. Gerhard Haubrich und der Geschäftsführer der Industriepark Wolfgang GmbH, Dr. Franz Merath (2. Reihe v.l.n.r). Die IPW GmbH betreibt den Industriepark. Foto: Evonik IndustriesHanau. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier besuchte am Freitag erstmals den Evonik-Standort in Hanau. „Die chemische Industrie ist der beschäftigungs- und umsatzstärkste Wirtschaftszweig unseres Landes“, hob Bouffier hervor. „Die Mitarbeiter in Hanau tragen dazu bei, das produzierende Gewerbe in Hessen zu stärken.“ Im Industriepark Wolfgang (IPW) arbeiten etwa 5.000 Menschen; mit rund 3.400 Mitarbeitern ist Evonik größter Arbeitgeber im IPW und gleichzeitig Betreiber des Industrieparks.

Der Standort in Hanau gehört zu den wichtigsten Forschungs- und Innovationszentren des weltweit aktiven Spezialchemieunternehmens. „Wir freuen uns über Ihr Interesse an Forschung und Entwicklung. Wir versprechen Ihnen einen Blick auf zukunftsträchtige Aktivitäten“, begrüßten der Geschäftsführer der Industriepark Wolfgang GmbH, Dr. Franz Merath, und Standortleiter Dr. Gerhard Haubrich den Ministerpräsidenten. Kompetenz und Know-how der Mitarbeiter sowie Produkte und Services des Standorts seien international gefragt.    

Der Ministerpräsident informierte sich zunächst über Innovationen zum Thema Mobilität. Dazu zählen unter anderem Bindemittel für Straßenmarkierungen und Komponenten zur Biodiesel-Herstellung. Am Standort Hanau produziert und entwickelt Evonik weltweit eingesetzte Bindemittel für Kaltplastik-Straßenmarkierungen. Die Bindemittel tragen zum Unfallschutz bei, indem sie unter anderem die Sichtbarkeit der Markierungen bei Nacht und Nässe verbessern. Davon konnte Volker Bouffier sich bei der Live-Applikation einer Strukturmarkierung überzeugen. Ein mit Biodiesel betriebener Rennwagen zeigte, welche nachhaltigen Lösungen Unternehmen wie Evonik zum Zukunftsthema Mobilität beisteuern können.

Auf dem Programm stand auch die Wirkstoffproduktion. Dort besichtigte der Ministerpräsident eine Anlage zur Synthese von Wirkstoffen für die Humanmedizin. Mitarbeiter von Evonik erläuterten die Produktionswege von der Isolierung bis zur Trocknung der Wirkstoffe sowie die dazu notwendige Infrastruktur. Von Hanau aus werden Pharmaunternehmen bis nach Asien und Nordamerika beliefert.

Den Abschluss des Rundgangs bildete der Besuch im Bildungszentrum Rhein-Main in Hanau. Dort sprach der Ministerpräsident mit Auszubildenden und besichtigte die technischen Lehrwerkstätten, in denen die angehenden Fachkräfte optimal auf ihre späteren Aufgaben vorbereitet werden. „Das Konzept zeigt, wie junge Menschen von Anfang sehr praxisnah an ihren Beruf herangeführt werden“, so Bouffier. Mit rund 300 Plätzen ist das Evonik-Bildungszentrum im IPW mit der größte Ausbilder in der Main-Kinzig-Region. (ipw)

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