Passion für Motorsport trifft auf Passion für Reifen

goodyear bmw gruppenbild 740(hintere Reihe, v.l.n.r.): Carsten Müller (Senior Engineer Motorsport Dunlop), Alexander Kühn (Car Motorsport Manager EMEA Dunlop), Victor Bouveng, Trent Hindman, Louis Delétraz (alle BMW Motorsport Juniorfahrer), Dirk Schuster (Senior Engineer Racing Dunlop) und (vordere Reihe) Felipe Laser Fernández (BMW Walkenhorst Motorsport-Team powered by Dunlop), Nico Amende (Organisation BMW Motorsport Junior Programm) und Dirk Adorf (BMW-Werksfahrer und Chefinstruktor BMW Motorsport Junior Programm) zusammen mit Dunlop Rennreifen. - Foto: Goodyear-Dunlop) -

 

Hanau. Im Rahmen der zweiten Auflage des BMW Motorsport Junior Programms besuchten drei junge Fahrer, Dirk Adorf (Sportlicher Leiter Junior Programm), Nico Amende (Organisation) und Felipe Fernández Laser (BMW Walkenhorst Motorsport) die Reifenproduktion der Goodyear Dunlop Tires GmbH in Hanau. Das Junior Programm findet seit 2014 in Kooperation mit der Marke Dunlop, dem offiziellen Reifenpartner des BMW M235i Racing Cup, statt. Höhepunkte waren die Führung durch die Motorsportreifen-Produktion sowie der Rundgang durch den hochmodernen, nahezu vollautomatischen Aufbaubereich für pannensichere RunOnFlat-Reifen für die Straße.

Maßarbeit bei der Fertigung von Motorsportreifen beeindruckt Rennfahrer und verstärkt Produktvertrauen
Besonders begeistert waren die Nachwuchsfahrer Louis Delétraz, (CH), Trent Hindman (USA) und Victor Bouveng aus Schweden beim Blick hinter die Kulissen von der Manufakturarbeit in der Motorsportreifen-Produktion: “Es ist unglaublich, wie vielschichtig und kompliziert es ist, einen qualitativ hochwertigen Rennreifen zu fertigen”, sagt Trent Hindman aus New Jersey. Sein Kollege Victor Bouveng ergänzt: “Beeindruckend, dass die Reifen, auf denen wir bis zu 250km/h in der Spitze fahren, hier in so vielen Schritten von Hand gefertigt werden. Das gibt uns Fahrern ein gutes und sicheres Gefühl.”
Auch für ihren Coach Dirk Adorf, BMW-Werksfahrer und Chefinstruktor des Junior Programms, ist der Besuch der Reifenproduktion eine Premiere. Aus seiner Erfahrung als Rennfahrer seit 1991 berichtet er: “Reifen haben einen wesentlichen Anteil bei der Sicherheit und Performance in einem Rennen. Dadurch, dass wir nun persönlich die Menschen kennenlernen konnten, die mit ihrer Kompetenz und Erfahrung auch unsere Reifen herstellen, schafft das bei uns weiter Vertrauen in das Produkt der Dunlop-Reifen.”

Hochwertige Reifenqualität basiert auf höchster Präzisionsarbeit der Mitarbeiter
Für die Herstellung eines Rennreifens werden rund 15 Bauteile benötigt, die überwiegend manuell in einem zweistufigen Aufbauverfahren auf speziellen Trommeln zu einem Reifenrohling zusammengefügt werden. “Das exakte Auflegen und Zusammenfügen der einzelnen Komponenten erfordert von unserem Reifenbauer höchste Präzision und ist die Voraussetzung für eine hochwertige und gleichbleibende Reifenqualität”, erklärt Karl Bittner, Manager Produktion bei Goodyear Dunlop, den Besuchern. Wichtig für die Qualität der Gummimischung seien auch die richtigen Zutaten, wie er ausführt: “Nach strengen Kriterien freigegebene Rohstoffe, ausgeklügelte Rezepturen und die exakt darauf abgestimmten Mischprozesse sind die Basis für die Herstellung hochwertiger Gummimischungen. Diese beeinflussen die Eigenschaften eines Reifens maßgeblich.”
Dass so viele unterschiedliche Materialien und Herstellungsschritte für den Reifenaufbau erforderlich sind, sorgte bei den Teilnehmern der Werkstour für Erstaunen. “Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Mitarbeiter, immer eine einheitliche Qualität bei den Mischungen für verschiedene Reifentypen hinzubekommen”, sagt Dirk Adorf. Außerdem sei es sehr schwierig, den Spagat zu meistern zwischen weicherem Gummi für schnelle Rundenzeiten und härterem Gummi, der zwar etwas langsamer im Rennen ist, dafür aber deutlich länger hält und robuster ist. “Das ist unserem Partner Dunlop bei den Reifen für unsere Zwecke im M235i Racing Cup sehr gut gelungen.”

Ein lehrreicher Tag für alle Beteiligten mit neuen Erkenntnissen
Fazit der BMW-Besucher ist ein rundweg positives Feedback, das sie den Organisatoren von der Motorsportabteilung und allen beteiligten Mitarbeitern von Goodyear Dunlop nach dem Tag gerne gaben. Trent Hindman fasst die Erkenntnisse der Juniorfahrer so zusammen: “Wir haben heute viel gelernt und jetzt ein noch besseres Verständnis für unsere Reifen bezüglich der Auswirkung verschiedener Faktoren wie der Temperatur auf die Performance beim Fahren.” Auch Alexander Kühn (Car Motorsport Manager EMEA) zeigt sich sehr zufrieden: “Der ganztägige Besuch unseres langjährigen Partners BMW Motorsport war für alle Seiten lehrreich: Zum einen hatten wir die Gelegenheit, uns auch abseits der Rennstrecke mit den Verantwortlichen und Junioren intensiv auszutauschen. Zum anderen konnten wir ihnen die Entwicklung, den Aufbau und die optimale Nutzung unserer Rennreifen näherbringen. Gerade für die jungen Fahrer war dies nach meiner Einschätzung ein lehrreicher Tag und ergänzt deren Motorsport-Ausbildung um die Komponente Rennreifen aus dem Hause Dunlop.”
Dieses neue Reifen-Wissen können die Junioren an diesem Wochenende gleich anwenden: Sie starten zum ersten Mal gemeinsam bei dem 24-Stunden-Rennen im belgischen Zolder. Besonderheit dort: GT3-Fahrzeuge sind ebenso am Start wie Sportwagen oder Tourenwagen – zum Beispiel der BMW M235i Racing. Für Louis, mit 18 Jahren der Jüngste in der Truppe, wird es sein erstes offizielles Rennen, wohingegen Bouveng bereits zum zweiten Mal einen 24-Stunden-Lauf absolviert. Den vierten Junior, Nick Cassidy aus Neuseeland, der wegen seiner Teilnahme an dem Formel 3-Rennen in Japan verhindert ist, ersetzt BMW Werksfahrer Dirk Adorf. Er möchte dem jungen Trio so viel wie möglich von seiner langjährigen Rennsport-Erfahrung auch in der Praxis weitergeben.

Historie der erfolgreichen Zusammenarbeit von Goodyear Dunlop und BMW
Der Reifenhersteller Goodyear Dunlop arbeitet bereits seit einigen Jahrzehnten mit dem Premiumautomobilhersteller BMW erfolgreich zusammen. Die strategische Partnerschaft zwischen den Marken Dunlop und BMW wurde ab dem Jahr 2008 mit der Zusammenarbeit beim BMW M3 GTE intensiviert. Seit drei Jahren ist Dunlop außerdem exklusiver Partner des BMW Teams „Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop“. Der letztjährige BMW Junior Jesse Krohn (Finnland), pilotiert dieses Jahr den BMW Z4 GT3, das Dunlop Art Car im JP Kraemer Design. Zusammen mit seinen Teamkollegen Michela Cerruti (Italien) und Felipe Fernández Laser (Leipzig) errang er beim vierten Lauf der VLN am Nürburgring im Juli den ersten Gesamtsieg des Teams. Dies war gleichzeitig der erste Sieg der neuen Generation von GT3 Reifen aus Hanau.
Seit 2014 rüstet Dunlop exklusiv die Fahrzeuge des BMW M235i Racing Cup in der VLN sowie seit 2015 den belgischen Cup mit Slicks und Regenreifen aus. Beim 24h Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Mai dieses Jahres, war der BMW-Juniorfahrer Victor Bouveng, der einzige der diesjährigen Juniorfahrer mit Nordschleifenlizenz, auf dem Journalistenfahrzeug ebenfalls mit diesen Reifen unterwegs. Zusammen mit den deutschen Fahrern Harald Grohs und dem Motorsportjournalisten Bernd Ostmann feierte er einen erfolgreichen Renneinstand als BMW Motorsport Junior. (Goodyear-Dunlop)

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