Postcarre wird gebaut

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Grafik: HBB

Hanau - Vor versammelter Presse erklärte heute Oberbürgermeister Claus Kaminsky in der alten Kantine im vierten Stock der ehemaligen Hauptpost die Entscheidung der Kleeblatt-Koalition. Die parlamentarische Mehrheit für das Postcarre steht, der Lübecker Investor HBB darf, sobald das Stadtparlament seine formelle Zustimmung gegeben hat, seine Pläne auf dem Gelände der Hauptpost, der Schweinehalle, der Firmen Bracker und Zimmermann, realisieren. Entstehen soll dort ein neues, westliches Eingangstor für die Hanauer Innenstadt.

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So poppig bunt soll der Blick vom Westbahnhof einmal sein.

Auch im Hinblick auf die nordmainische S-Bahn wird das Projekt positiv gesehen. Mit den Westbahnhof wäre dann wieder ein innenstadtnaher Bahnhof mit besten Verbindungen nach Frankfurt vorhanden.

Belebt werden soll das neue Einkaufszentrum mit einem Discounter (Aldi oder Penny), einem Frischemarkt (Tegut, Rewe oder Edeka), einem Dienstleistungszentrum sowie diversen gastronomischen Einrichtungen. Kentucky Fried Chicken wurde dabei bereits als gehobene Gastronomie bezeichnet.

OB Kaminsky sieht den Bau auch als Reaktion auf den erheblichen Kaufkraftabfluss aus Hanau an. Mit verschiedenen Teilmassnahmen soll die Einkaufsstadt Hanau als Oberzentrum wieder wahrnehmbar und Kunden zurückgeholt werden. Dazu soll das Postcarre ein Mosaikstein sein. Kaminsky sieht die Stadt nunmehr im offensiven Wettbewerb mit dem Umland. Die Stadt soll aus diesem Konkurrenzkampf als Sieger hervorgehen.

HBB will etwa 30 Millionen Euro in das Projekt investieren. Entstehen sollen dafür etwa 300 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze.

Die historische Brackerhalle wird erhalten und soll als Gastro- und Veranstaltungsbereich genutzt werden.

Den Abriss der alten Schweinehalle wird nun auch der Investor übernehmen. Dies wird nun zwar einige Monate später als geplant geschehen, erspart dem Stadtsäckel aber die dafür veranschlagten 750000,00 Euro. Baubeginn soll im Sommer sein. (gg)

 

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