Grundsätzlicher Hinweis:
Die nachfolgenden Informationen, Texte und Links stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte hat sich der Autor bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Steuerberater, Rechtsanwalt oder Lohnsteuerhilfeverein Ihres Vertrauens.
von Dieter P. Gonze, Steuerberater
Vorstandsvorsitzender des Lohnsteuerhilfeverein Hessen e.V.
mit Beratungsstellen in Hanau, Langenselbold, Nidderau, Maintal u.a.
Weitere Infos unter www.lohi-hessen.de


Die private Nutzung eines Firmenwagens gehört zu den typischen, niemals endenden, steuerlichen Streitthemen. Für den Arbeitnehmer stellt sich hierbei die Frage, ob die Nutzung eines Firmenwagens ihm tatsächlich wirtschaftliche Vorteile bietet und wie hoch, oder besser, wie präzise die Besteuerung des privaten Nutzungsanteils erfolgt. Die Kernfrage lautet „Lohnt sich für einen Arbeitnehmer die Nutzung eines Firmenwagens für private Zwecke?“

Unter dem Begriff „Mini-Job" wird allgemein ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis (§ 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV) eines Arbeitnehmers verstanden, dass nicht der „normalen" Lohnbesteuerung nach den Lohnsteuerabzugsmerkmalen (früher Lohnsteuerkarte) und Sozialversicherungsabzügen unterliegt. Allein schon aus diesem Grund erfreut sich Beschäftigungsverhältnis bei Arbeitnehmern seit Jahren größter Beliebtheit. In der BRD bestanden im Jahre 2015 rund 6,69 Millionen geringfügige Beschäftigungsverhältnisse (Statistik Minijob-Zentrale).

Ein häusliches Arbeitszimmer ist ein zu einer Wohnung gehörender - aber vom übrigen Wohnbereich abgetrennter - Raum, der ausschließlich zu beruflichen Zwecken genutzt wird. Nach den bestehenden Vorschriften ist der steuerliche Abzug von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer als Werbungskosten, Betriebsausgaben oder Sonderausgaben erheblich eingeschränkt und in bestimmten Fällen vollständig ausgeschlossen. Das Arbeitszimmer muss ausschließlich zu beruflichen Zwecken genutzt werden. Das Arbeitszimmer ähnelt damit einem Büroraum.

Bei einer reinen Risikolebensversicherung steht die Absicherung des Begünstigten im Falle des Todes der versicherten Person im Vordergrund. Die Auszahlung führt im Leistungsfall zu keiner Einkommensteuerbelastung. Werden die Prämien vom Versicherten gezahlt, kann die Auszahlung im Todesfall jedoch zu einer Belastung mit Erbschaftsteuer bei dem Begünstigten führen.

Der ein oder andere Leser wird sich wundern und fragen wie die Thematik Kindergeld und Steuerhinterziehung zusammen passt. Aus dem eigenen Praxisalltag und der Erkenntnis aus jährlich mehr als 10.000 Einkommensteuerberatungen ist jedoch erkennbar das die Finanzbehörden und Familienkassen mit steigender Tendenz aufgedeckte – auch vermeintlich kleinere – Steuerhinterziehungstatbestände an die Strafverfolgungsbehörden melden.

Was soll sich schrittweise ab 2017 ändern? Im Klartext, die Veranlagung zur Einkommensteuer erfolgt nicht mehr durch die manuelle Bearbeitung und rechtliche Würdigung durch den Steuersachbearbeiter beim Finanzamt, sondern der Steuerzahler übermittelt seine Daten via EDV direkt in den „Finanzamtscomputer“ und dieser löst vollautomatisiert den Erlass eines Steuerbescheides aus. Die Daten an das Finanzamt werden von den Angehörigen der steuerberatenden Berufe, wie Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine aufbereitet und elektronisch übermittelt.

Im Regelfall können Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen bei privaten Mietimmobilien (Gebäude / Wohnungen die vermietet werden) im Jahr des Aufwands in voller Höhe als Werbungskosten steuermindernd bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend gemacht werden. Kann der sofortige Werbungskostenabzug steuerlich nicht optimal genutzt werden, so können die Aufwendungen in gleichen Beträgen auf zwei bis fünf Jahre verteilt werden (§82b EStDV).

Aus der Tagespresse ist zu entnehmen, dass Großunternehmen (Beispiel: Banken) sich wieder vermehrt dazu entscheiden im Rahmen von Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen zu „verschlanken“. Insbesondere älteren Arbeitnehmer wird hier die Aufgabe des langjährigen Arbeitsplatzes gegen Zahlung einer Abfindung schmackhaft gemacht.

Nach den aktuellen Presseinfos sprudeln die Einnahmen der Finanzverwaltung aus Steuern und den Mehrergebnissen aus Betriebsprüfungen und Maßnahmen der Steuerfahndung. Allein für 2016 rechnen die Steuerschätzer der Bundesregierung mit Mehreinnahmen von 6 Milliarden Euro. Mit Blick auf das Jahresende bestehen noch Möglichkeiten durch steuer- und betriebswirtschaftlich optimiertes Handeln die Steuerlast 2016 zu mindern. Ein persönlicher Check "Welche Dinge sind im alten Jahr noch zu regeln?", kann hier bares Geld bringen.

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Dieter P. Gonze, Steuerberater